Und sie bewegt sich doch...


Gemeint ist nicht die Erde, wie man anhand der berühmten Worte Galileo Galileis vermuten könnte, sondern diesmal die "Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich". Ungern, widerwillig, widerstrebend, aber manchmal doch überraschend schnell, vor allem wenn das IIDZ - Austria mit Nachdruck drängt.

Da ging es diesmal um die Nichtvertretung der Schiiten beim Alleinvertreter aller Muslime in Österreich. "Die wollen uns einfach nicht" sagte da der Koordinator der Schitischen Vereine in Österreich, Salem Hassan und überdachte die Gründung einer eigenen Schiitischen Glaubensgemeinschaft. Es gibt da nämlich eine Verfassungsgerichtshof - Entscheidung, dass eine Abspaltung legitim sei, wenn sich eine Gruppe nicht ordnungsgemäß vertreten fühlt. Darauf angesprochen, waren die Reaktionen der Glaubensgemeinschaft zurückhaltend bis nichts sagend. Die uns schon bekannte Devise dürfte auch hier gelautet haben: "Aussitzen und vergessen!"

Zu diesem Zeitpunkt war aber auch noch kein Zusammenhang zwischen den Feststellungen des Schiitenführers und der Mitwirkung des IIDZ - Austria bekannt. Doch gehen wir weiter. Die massiven und fundierten Vorwürfe gingen weiter. An ein "Vergessen" oder "Nicht einmal ignorieren" war schön langsam nicht mehr zu denken.

Zweiter Strategiepunkt der IGGiÖ, wieder keine Überraschung für uns, alle unliebsamen Kritiker, selbst oder durch andere zu diffamieren. Da war dann Herr Salem Hassan plötzlich ein "selbsternannter" Koordinator, die Anzahl der Schiiten in Österreich wurde mit einem Viertel der tatsächlichen Population angegeben. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh: "Wir haben mehr als 200 Moscheen. Wie viele Moscheen hat Herr Salem?" Provokant, beleidigend.

Und dann kam wie es kommen musste, die ungeschminkte Wahrheit in Form einer OTS - Aussendung der Schiiten über die APA (APA 0026 5 II 271 AI) samt einer Pressemitteilung des IIDZ - Austria, welche von Salem Hassan mit den Worten begrüßt wurde: "Lieber Bruder …, danke für Deine großartige Pressemitteilung. Mit freundlichen Grüßen Salem Hassan". Und jetzt erst begann sich die Islamische Glaubensgemeinschaft zu bewegen. Sie reagierte wie üblich, anstatt von sich aus zu handeln.

Wieder musste von allen Seiten (inkl. der unseren) "angeschoben" werden. Das Wort "Eigeninitiative" dürfte bei den Verantwortlichen der IGGiÖ im Fremdwörter-Lexikon stehen.

Also vorerst schrillten einmal die Telefone bei Salem Hassan. Die Rechte Hand des Präsidenten meldete sich, dann persönlicher Besuch in der Schiitenmoschee vom Integrationsbeauftragten und, und ….

Schließlich wurde das ganze dann vertagt und im Jänner sollten nun wirklich ernsthafte Gespräche über die anstehenden Probleme stattfinden. Wir hoffen, dass diese Gespräche dann ein für alle Seiten befriedigendes Ergebnis bringen werden und stehen schon bereit, bei anderen Verfehlungen, Diskrepanzen, Unterlassungen und Schwachstellen der IGGiÖ "anzuschieben".

Und noch etwas möchten wir feststellen. Wir tun dies nicht aus Jux und Tollerei, aus Mediengeilheit oder anderen unschönen Dingen. Die Glaubensgemeinschaft lässt uns einerseits wegen ihres groben Fehlverhaltens in vielen Dingen und andererseits wegen ihrer permanenten Dialogverweigerung, keine andere Wahl, als diesen Weg zu gehen. Der enorme Zuspruch von allen Seiten der Bevölkerung, nicht nur der muslimischen, ist uns Ansporn und Auftrieb.

Ihr IIDZ - Team

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