Unsere Meinung zu dem Artikel "Fast eine für alle"(Gemeint ist die IGGiÖ)
Die Monatszeitschrift "Datum" hat in ihrer Novemberausgabe den Islam als Coverstory gewählt. "Daham beim Islam - Eine Heimsuchung" stand auf der Titelseite und die Geschichte war wirklich lesenswert. Die gravierenden Probleme der Glaubensgemeinschaft traten auch hier eindeutig in den Vordergrund. Wieder wurde vom Präsidenten der Glaubensgemeinschaft dementiert, beschönigt und verschwiegen, was die Spatzen schon von den Dächern der Bernardgasse (Sitz der IGGiÖ) pfeifen.
Zumindest die neue Verfassung der Glaubensgemeinschaft wurde erstmals von der IGGiÖ öffentlich angekündigt und den staunenden Gläubigen in einigen winzigen Passagen vor die Füße geworfen. Hier wird mit der Demokratie Schindluder getrieben - wir haben das aufgezeigt. Die "Friss oder stirb-" Politik der Alleinvertreter wird so nicht zu halten sein. Immer mehr Muslime lehnen sich dagegen auf.
Und wenn Herr Schakfeh meint, nicht deutsch sprechende oder mangelhaft deutsch sprechende Religionslehrer seien "Reliquien" aus vergangenen Zeiten, dann ist er entweder nicht informiert, was eher unwahrscheinlich ist, oder …
Alle anderen Anschuldigungen des IIDZ hinsichtlich der Religionslehrer entbehren für den Obermuslim Schakfeh "jeder Grundlage". Wieder - entweder oder …
Und nun zu den kommenden IGGiÖ - Wahlen 2007: Schakfeh: "Wir haben mehr als 200 Moscheen. Diese Moscheen werden wählen." Gut Herr Schakfeh, wirklich gut. Sie haben auch rund 3000 Wahlberechtigte. Das sind nicht einmal 1 (in Worten: ein) Prozent (!) der rund 400.000 Muslime in Österreich, welche dann für die restlichen 99 (in Worten: neunundneunzig) Prozent (!) der Gläubigen (ab)stimmen werden. Das ist die gar "grausliche" Wahrheit.
Aber auch Erheiterndes gibt es da herauszurechnen. 3000 Wahlberechtigte dividiert durch 200 Moscheen ergibt nach Adam Riese 15 Männlein oder sehr, sehr selten auch Weiblein, mit islamischen Hintergrund und einem Wahlberechtigungsnachweis. Sollte Herr Schakfeh dann die Wahlen auch noch über einen Zeitraum von 10 Stunden ansetzen, würden, sage und schreibe, 1,5 wahlberechtigte Muslime pro Stunde ihre Entscheidung treffen. Die Vorstandswahl eines dörflichen Kegelvereins wäre dagegen ein Volksfest.
Die Aleviten haben inzwischen genug von ihrem "Zwangsalleinvertretern" und streben eine eigene Glaubensgemeinschaft an. Auch das war im "Datum" nachzulesen. Das IIDZ hat ebenfalls darüber berichtet und kommentiert. Auch über den Frust der Schiiten und ihrem Koordinator, Salem Hassan. "Wie viele Moscheen hat den Herr Salem?" fragt Schakfeh provokant im "Datum". Geradeso als ob es um die Anzahl der Moscheen ginge und nicht um die Menschen. Hat sich Schakfeh schon einmal ernsthaft gefragt, wie viele Moscheen er wirklich "hat"? 200 ist nämlich auch so eine von den Wunderzahlen, welche da manchmal aus der Bernardgasse kommen. Nur Wunder gibt es nicht und auch die Zahlen stimmen nicht. Wenn er es selbst glaubt, wollen wir ihn nicht davon abhalten.
Eines ist sicher: Immer mehr Menschen in diesem Land zweifeln an den Beteuerungen und Aussagen der IGGiÖ. Die staatlichen Verantwortungsträger sollten sich wirklich einmal fragen, ob der Status der Glaubensgemeinschaft in Anbetracht der mannigfaltigen Ungereimtheiten, so noch aufrechterhalten werden kann und soll. Das IIDZ wird jedenfalls die Regierung, die Ministerien, die Parteien, die Medien, vor allem aber die Menschen, weiter informieren.
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