Einladung zur Pressekonferenz

Entwicklung einer ON-Regel zum Thema Islam Banking
Ein Weg, um in der Finanzkrise neue Märkte für die österreichische und
europäische Wirtschaft zu erschließen.


Donnerstag 20. November 2008, 10:00 Uhr, Presseclub Concordia,
1010 Wien, Bankgasse 8


mit
Dr. Davud Bajramovic
Präsident des IIDZ Austria
Günther Ahmed Rusznak
Generalsekretär des IIDZ Austria
Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün
Director Development, Österreichisches Normungsinstitut
Bettina Lorentschitsch MSc
Bundes- und Landessprecherin CSR-Consultants, Expertsgroup im FV UBIT WKO
Dr. Axel Kutschera
Sprecher CSR-Consultants, Expertsgroup im FV UBIT WKO


Der globale Islamic Finance Sektor liegt derzeit bei mehr als 1.000 Milliarden Euro. Allein in Europa wird der IF-Sektor im Jahr 2050 mehr als 1,2 Billionen Euro betragen. Der IF-Sektor umfasst sowohl alle Geldinstitute als auch den gesamten Versicherungsbereich. Die Wachstumsraten für IF sind jährlich zehn bis 15 Prozent.

In der EU leben rund 25 Millionen Muslime, in Österreich derzeit etwa 600 000. Laut einer Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften werden in Österreich im Jahr 2050 zwischen ein und zwei Millionen Muslime leben, das sind 13 bis 26 Prozent der österreichischen Bevölkerung. In Gesamteuropa werden es mehr als 100 Millionen Muslime sein.

Allein aufgrund dieser Zahlen ist erkennbar, dass der IF-Sektor enorme Potentiale beinhaltet.

In Europa gibt es derzeit noch keine EU-konformen Regeln für Islamic Banking. Malaysia ist bei den Halal Zertifizierungen des Fernen Ostens führend, während die Vereinigten Arabischen Emirate dies für den Nahen Osten sind. Seit einiger Zeit gibt es von Seiten Malaysias, den VAE und der Türkei das Bestreben den europäischen IF-Sektor von außen zu bestimmen.

Um die österreichische und europäische Wirtschaft zu unterstützen, hat das Österreichische Normungsinstitut (www.on-norm.at) auf Initiative und Antrag des IIDZ - Austria (www.halal-iidz.eu) ein Fachgremium (ON-Workshop) eingerichtet, das normative Dokumente zu Halal-Produkten und -Dienstleistungen entwickelt, d.h. für Produkte und Dienstleistungen, die nach islamischen Recht erlaubt bzw. zulässig sind.

Im Jänner 2009 wird mit der Entwicklung einer ON-Regel für Islamic Banking begonnen, d.h. mit der Festlegung von Anforderungen an Finanzdienstleistungen, die mit den Regeln des Islam konform sind. Das Ziel des ON-Workshops ist es, zwischen den Marktpartnern (Kunden, Finanzdienstleister, Behörden) Akzeptanz, Sicherheit und Vertrauen bei jenen Finanzprodukten zu schaffen und auszubauen, die mit dem islamischen Recht konform sind. Von besonderer Bedeutung sind dabei das allgemeine Zinsverbot (Riba) und das Verbot von Spekulationen (Maysir, Gharar).

Der Finanzdienstleistungssektor und andere grundsätzliche Bedürfnisse von Muslimen unterliegen im Islam bestimmten Regeln. Für die österreichische und europäische Wirtschaft eröffnet sich hier ein viel versprechender Markt. Ein wichtiger Teil davon ist Islamic Banking. Der mittlerweile milliardenschwere Markt für islamische Finanzdienstleistungen, hat in den letzten Jahren, bei einem Bevölkerungsanteil von 1,3 Milliarden Muslimen, weltweit Gewinne von mehreren hundert Milliarden Euro jährlich erwirtschaftet.



Dr. Bajramovic und G. A. Rusznak Dipl.-Ing. Dr. Grün Lorentschitsch, MSc und Dr. Kutschera
IIDZ Austria Österreichisches Normungsinstitut Sprecher CSR-Consultants WKO
www.halal-iidz.eu www.on-norm.at www.csr-consultants.at