Langsam, ganz langsam, muss ja wohl auch dem unbedarftesten Österreicher die zwielichtige Rolle der
Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und des von ihr bewunderten "Star-" Predigers (*)
bewusst werden.
Selbst bei eindeutiger, negativer Ausgangslage, werden Menschen wie dem Imam der Al Shura - Moschee in Wien, Scheich Abu Mohammed Adnan Ibrahim, Liberalität und Aufgeklärtheit bescheinigt. Von wem? Natürlich von einem engen Mitarbeiter der Glaubensgemeinschaft, dem Integrationsbeauftragten Omar Al-Rawi. Er verteidigt ihn gegen alle Anschuldigungen.
Wie das und was ist passiert:
In einem Anfall von Überheblichkeit hat der genannte Imam auf einer Website seine Vorstellungen in
Form zweier Fatwas (religiöse, islamische Rechtsgutachten) verbreitet. Auf Arabisch (**) - die dummen
Ungläubigen verstehen das sowieso nicht. Irgendwer hat das dann doch verstanden und es kommt so wie es
eben kommen muss, die Sache wurde publik.
Auszüge daraus:
"Die Gelehrten raten von der Ehe mit einer Frau, die in einem Land des Krieges lebt, ab. Es sind
Länder in denen Moslems keine Macht haben. Wer sich aber gezwungen (!) sieht, eine solche Ehe
einzugehen, der soll zumindest darauf achten, dass keine Kinder entstehen, was die Katastrophe noch
größer werden ließe."
Anmerkung des Autors: Ich selbst bin als Moslem mit einer Christin verheiratet und war mir in meiner
35-jährigen Ehe niemals einer Katastrophe bewusst.
Aber weiter zur zweiten Fatwa:
Darin werden die Mitglieder der Hisbollah und Hamas als "Helden" bezeichnet. Und zum Widerstand gegen
die arabischen Führer - "sie sind eine Schande" - aufgerufen. "Jeder, der in diesem Aufstand getötet
wird, wird als großer Märtyrer angesehen!"
So sprechen und schreiben hier in Österreich islamische "Starprediger"? So wurde der Mann nämlich vom
ebenfalls schon erwähnten Integrationsbeauftragten der Glaubensgemeinschaft, bei einer anderen
Gelegenheit bezeichnet.
Ja noch etwas:
Es gibt da auch noch eine dritte Fatwa. Darin wird jeder Muslim aufgefordert, falls er eine
terroristische Straftat bemerken sollte, müsse er dies den Behörden melden. Unnötig wie ein Kropf
könnte man dazu sagen, denn jeder Staatsbürger ist dazu gesetzlich verpflichtet. Diese Fatwa wurde
nicht im Arabischen verfasst, sondern war für alle les- und hörbar. Wie groß war da der Applaus,
seitens der Politik, seitens der Medien, seitens der Gutmenschen. Taktische muslimische Verstellung
(Takya), liebe Freunde, nicht mehr und nicht weniger. Aber alle sind darauf reingefallen - bis - ja
bis eben irgendwer zum Übersetzen der anderen Fatwas angefangen hat.
Raus mit solchen Leuten, die uns belügen und betrügen wollen! Raus aus allen Ämtern und Positionen! Und das ist eine Forderung aus muslimischer Sicht. Alle paar Wochen geht eine Schandtat durch die Presse, erzürnt die Menschen, verbittert die Muslime. Denn die sind letztendlich die Leidtragenden einer solchen menschenverachtenden Islaminterpretation. Wer solche Ansichten hat, hat in unserer Gemeinschaft nichts zu suchen, auch wenn er nach Auffliegen des Skandals den Zerknirschten spielt. Wieder nur Verstellung, wieder nur Augenauswischerei. Und raus auch mit den Mittätern, welche diese Verhetzungen noch schönfärben wollen.
Fest steht, die Strafanzeige ist eingebracht und ein unabhängiges Gericht wird zu
entscheiden haben. Bis dahin gilt wie üblich die Unschuldvermutung.
Gott sei Dank entscheidet kein Scharia - Gericht, denn sonst hätten wir ohnehin nur mit einem
Freispruch zu rechnen, wenn es überhaupt zur Anklage gekommen wäre.
Für das Opferfest wünschen wir allen Schwestern und Brüdern im Glauben, gesegnete
Feiertage und für die
Zukunft gute und wertvolle Fatwas von guten und wertvollen Rechtsgelehrten.
Günther Ahmed Rusznak
Generalsekretär
kontakt@iidz.at
(*) Auch die österreichische Presse beschrieb Scheich Adnan Ibrahim bisher als einen
der besten Prediger für die Aufklärung und die friedliche Integration der Muslime in Österreich.
(**) Die Übersetzungen der beiden Fatwas liegen dem IIDZ - Austria vor. Die Auszüge in diesem Artikel und der Bericht der Kronenzeitung stellen lediglich einen kleinen Teil jener Ungeheuerlichkeiten dar, welche der "Starprediger" und Imam der Al Shura Moschee, Scheich Abu Mohammed Adnan Ibrahim, von sich gegeben hat. Das sich jetzt die Gerichte (Aktenzahl 7St462/06t) und die Terrorabwehr mit ihm und seinem Umfeld beschäftigen, liegt auf der Hand. Für ihn wird es aber wieder ein Beweis für die Verderbtheit und Gottlosigkeit des Westens sein. Solche Menschen gehören unserer Ansicht nach, für Jahre aus dem Verkehr gezogen.