11. Februar 2007: Alles über unsere Pressekonferenz vom 8.2.07 im Presseclub Concordia, Wien
"Islam in Österreich - So werden wir alle getäuscht"

Das IIDZ veranstaltete am 8.2.07 eine Pressekonferenz mit dem Titel: "Islam in Österreich - So werden wir alle getäuscht".
48 in- und ausländische Journalisten, ORF, Vertreter politischer Parteien, Organisationen, NGO's, u.v.a.m. waren anwesend. Eine der bestbesuchten Pressekonferenzen, wie man uns versicherte. Und auch eine der längsten. Selbst nach dem offiziellen Abschluss, gingen die Diskussionen unvermindert weiter.
Am Podium saßen hochrangige Vertreter der Aleviten, unser Präsident, Dr. Davud Bajramovic und unser Generalsekretär, Günther Ahmed Rusznak. Dieser kam dann im Hauptteil der Veranstaltung mit seiner punktgenauen und viel beachteten Rede und Analyse über die Missstände rund um und in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, zu Wort.

Wie die Aleviten sind auch die Schiiten in der Glaubensgemeinschaft nicht vertreten. Eine Presseerklärung der Islamischen Vereinigung Ahl-ul-Bayt Österreich - Verband für die schiitischen Vereine wurde bei dieser Pressekonferenz auf deren Wunsch verlesen, in welcher ihrer Besorgnis gegenüber der Glaubensgemeinschaft Ausdruck verliehen wurde. Auch wurde im Vorwort auf die Problematik der Ausgrenzungspolitik durch die Glaubensgemeinschaft eingegangen.

Ein vierseitiges Rechtsgutachten belegte dann recht eindrucksvoll, wie seit über zwanzig Jahren in der Glaubensgemeinschaft jedes Demokratie- und Rechtsverständnis fehlt. Bewusst fehlt, um damit die eigenen Machtansprüche zu zementieren und abzusichern. Eine winzig kleine Gruppe von Funktionären, erdreistet sich über die Köpfe von rund 400.000 Muslimen hinweg zu entscheiden und zu diktieren. Dass dieses Taktieren vor der Öffentlichkeit so lange verborgen bleiben konnte, lässt auf ein enorm großes Geschick mit negativen Vorzeichen schließen. Aber auch an eine mäßig interessierte Öffentlichkeit und was besonders verwunderlich ist, die mangelnde Kontrollen der politisch Verantwortlichen.

Umso erfreulicher ist jetzt die Tatsache, dass unsere Pressekonferenz von einem Team des Unterrichtsministeriums (Kultusamt) interessiert mitverfolgt wurde. Die über 60-seitige IIDZ - Pressemappe, sollte mit den gemachten Aufzeichnungen, dann doch eine Handlungsgrundlage gegenüber der Glaubensgemeinschaft ermöglichen.

Natürlich und wie könnte es anders sein, war diese Pressekonferenz nicht frei von Störungsversuchen. Ein junger Mann, seine Auftraggeber waren ja nicht schwer zu erraten, versuchte verzweifelt, aber natürlich vergeblich, Misstöne in die Veranstaltung zu bringen. Mit den üblichen Lügen, Verleumdungen, Unterstellungen gegen unseren Generalsekretär und gegen unseren Verein. In einer brillant gehaltenen Entgegnung entkräftete unser Generalsekretär diesen miesen Versuch. Empörung darüber herrschte auch unter den anwesenden Journalisten. Wer zu solchen Mitteln greifen muss, hat seine Hilflosigkeit schon eingestanden. Ein Armutszeugnis auch für die Drahtzieher.

Interessant war auch die rasche, offizielle Reaktion der Glaubensgemeinschaft auf diese Pressekonferenz. Weniger interessant ist dann allerdings der Inhalt. Wie schon so oft wurde mit "großer Gelassenheit" über "haltlose Behauptungen" gesprochen. Die übliche und überaus seichte Abwiegelung von berechtigten Forderungen nach strukturellen Änderungen. Der Sache folgte dann auch die sattsam bekannte Solidaritätserklärung muslimischer Vereine.

Dass darunter auch "ATIB Türkisch-Islamische Union für kulturelle u. soziale Zusammenarbeit - 57 Standorte in Österreich" aufscheint, lässt aber dann schon eine enorme Unverfrorenheit erahnen. Erklärte doch der Präsident dieser Vereinigung, Harun Özdemirel, in einem darauf folgenden Standard - Interview: "Man sei nicht in der Glaubensgemeinschaft, weil die Türken, die 70% der Muslime in Österreich stellten, dort nicht ausreichend vertreten seien". Dem braucht ja wohl nichts mehr hinzugefügt werden.

Noch während der Pressekonferenz und ganz besonders danach erreichten uns positive Telefonate und Mails, in welchen unsere Arbeit anerkannt und gelobt wurde. Wieder können wir unsere Basis verbreitern und die Anzahl unsere ideellen Unterstützer vergrößern. Dafür sagen wir ganz herzlich Dankeschön.

Die anschließende Berichterstattung in den Medien war enorm und ebenfalls positiv. Die wichtigsten Meldungen haben wir für Sie unter Medien verlinkt.


Ihr IIDZ Team
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