2. Februar 2009: Wie ein Skandalbild aus einem islamischen Schulbuch an die Öffentlichkeit kommt

Im Dezember 2008 ruft eine aufgeregte Frau beim IIDZ – Austria an. Sie will Ihren Namen nicht sagen, verrät aber so viel, dass sie eine Lehrerin sei und in einem islamischen Schulbuch ein skandalöses Bild eines sterbenden, blutverspritzenden, muslimischen Märtyrers (Sahid) mit Handgranate und Gewehr entdeckt hätte.

Gescannte Seiten aus dem Buch "Islam in meinem Leben".
Für eine größere Version klicken Sie bitte die Bilder an.


Und das alles in einem Schulbuch für die 3. Und 4. Schulstufe. Die Lehrerin berichtet weiter, dass sie schon mehrmals von muslimischen Vätern in der Schule verbal bedroht worden sei, da sie ein Kreuz um ihren Hals tragen würde. Sie hat Angst und findet, dass dieses Bild in einem islamischen Schulbuch eine Verherrlichung von Gewalt, Krieg und Terrorismus darstellen würde. Wir sind skeptisch, versprechen aber der Sache nachzugehen.

Das Buch ist nicht so leicht besorgt, ist öffentlich nicht erhältlich, trägt keine ISBN Nummer, aber wir haben unsere Quellen. Alles stimmte haargenau.

Was uns noch mehr verblüfft und verärgert sind folgende Stellen:

Entsprechend dem offiziellen Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht an Pflichtschulen, mittleren und höheren Schulen, veröffentlicht in BGBl. Nr. 167/19 August 1983 durch Bekanntmachung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 29. Juli 1983.

Bearbeitung: Anas Schakfeh

Alle Rechte vorbehalten

© Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich

Wien 3. Auflage 2002

Also „entsprechend dem offiziellen Lehrplan“. Bezahlt bzw. gefördert mit Steuergeldern. Und bearbeitet vom Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh.

Wir haben es für unsere Pflicht angesehen, diesen Skandal an die Öffentlichkeit zu bringen, da wir von der Islamischen Glaubensgemeinschaft ohnehin – wie schon seit Jahren üblich – keine Antwort bekommen hätten und weil wir wissen, dass das "zuständige" Ministerium sich in keiner Weise für den Inhalt von Religionsbüchern für zuständig hält.

Die Reaktionen von Herrn Schakfeh (aus Profil OTS): Dabei gehe es um die Geschichte der Belagerung von Medina, "und wie die ersten verfolgten Muslime starben - als Märtyrer, wie auch die ersten Christen".

Auf dem Bild trägt der Soldat ein Gewehr und Handgranaten.
Wir glauben, dass sich hier jeder weitere Kommentar erübrigt.



IIDZ – Austria Redaktion Team