Zivildienst statt Wehrdienst - Muslime sollen den Wehrdienst ablehnen


Gewalt, Terror, bewaffnete Auseinandersetzungen, all das wird nahezu schon selbstverständlich mit Moslems und dem Islam in Verbindung gebracht. Die Bilder in den Medien, die Berichte und Kommentare sind Beweis genug. Auch diverse Aussagen mancher muslimischer Politiker, Anführer, Prediger und nur leider allzu oft auch von einfachen Muslimen, scheinen dies zu bestätigen.

Setzen wir ein Zeichen!

Das Islamische Informations- und Dokumentationszentrum Österreich fordert alle jungen Muslime auf, den Dienst mit der Waffe beim Bundesheer abzulehnen.
Nicht weil wir den Staat ablehnen, weil wir Gesetze nicht anerkennen wollen - nein - weil wir einen friedliebenden Islam leben wollen, einen Islam der Lebensbejahung und nicht der Lebensvernichtung.
Wir wollen Österreicher und Europäer sein. Europäer mit Weitblick und Verstand und jeder Menge an Menschlichkeit. Der Weitblick und der Verstand sagen uns, dass es keine Notwendigkeit für ein militärisches Engagement gibt, in welcher Form auch immer. Die enormen Rüstungsanstrengungen jedes einzelnen Landes, müssen wir als nutzloses Verschleudern von Volksvermögen ansehen und damit eindeutig als unislamisch deklarieren.
Unsere Menschlichkeit (aber auch unsere Gesetzestreue) müssen wir mit der Annahme und Ableistung des Zivildienstes beweisen.

"Der beste Mensch ist derjenige, der den Menschen am nützlichsten ist" - Worte unseres Propheten - Auftrag und Beweis für die Richtigkeit unserer Forderung.

Setzen wir ein Zeichen! Ein Zeichen für uns und für die (islamische) Welt.

Es bringt nichts, wenn in Kasernen Gebetsräume eingerichtet werden, wenn es dort islamische Militärseelsorger gibt.

Wieder werden junge Muslime unter sich sein, anstatt Kontakte zu den so genannten Andersgläubigen knüpfen zu können. Die entstehende Isolierung der jungen Muslime durch vorgeschriebene Gebetszeiten, die religiös begründete Abstinenz von Alkohol, Schweinefleisch, ihre Abwesenheit bei privaten Feiern, Veranstaltungen und Unternehmungen, wird sie weiter als Außenseiter dastehen lassen.
Beim Wehrdienst werden sie also wieder einer gewissen Ablehnung und Isolation begegnen, so dass eventuell schon entstandene Integrationsdefizite wieder nicht ausgeglichen bzw. noch verstärkt oder erst geschaffen werden können. Sie werden wieder - wie so oft - die anderen sein. Trotz österreichischer Staatsbürgerschaft und dem Willen, dem Staat zu dienen, werden sie mit dem Gefühl des ausgegrenzt Seins, leben müssen.

Ihr letztendlich doch nur geringfügiges Anderssein wird bei Ableistung des Zivildienstes, mehr oder minder nicht so stark ins Gewicht fallen, da der Gruppenzwang ein weitaus geringerer sein wird, während viele positive Aspekte in den Vordergrund treten können.
Alte, kranke, verunfallte und behinderte Menschen samt ihren Angehörigen wären die Nutznießer des Engagements muslimischer Jugendlicher. Als Vorzeigemodell eines friedliebenden Islams. Zum Abbau von Vorurteilen und Pauschalierungen, im Dienste der Menschen.

Die demographische Entwicklung in Österreich zeigt uns einen rasanten Populationsanstieg bei den jugendlichen Muslimen. Immer mehr werden in das Alter kommen, wo sie sich entscheiden müssen: Wehrdienst oder Zivildienst.

Bei der Entscheidung pro Zivildienst wäre natürlich auch, sozusagen als Nebenprodukt, eine eventuelle spätere militärische (militante) Orientierung weniger oder kaum mehr denkbar. Für die übrige Bevölkerung sicherlich eine Beruhigung.

Daher ruft das Islamische Informations- und Dokumentationszentrum Österreich alle jungen Muslime auf, den Menschen zu dienen und ausschließlich den Zivildienst anzutreten. Das ist sicher der bessere Weg für ein friedvolles Miteinander und eine Investition in die Zukunft.

Günther Ahmed Rusznak
Generalsekretär

Kontakt:
0699 / 884 658 04
rusznak@iidz.at

siehe auch den Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten.